Quantitative Faktoren


Quantitative Einflüsse basieren auf der ungewichteten Anzahl von Backlinks zu einer Seite. Der ursprüngliche PageRank Algorithmus ist das beste Beispiel für diese Art von Einflussfaktoren. Es gibt drei wichtige Kennzahlen in diesem Bereich:

Diese Kennzahlen benutzt man zum einen für eine gesamte Domain, zum anderen aber auch für einzelne Unterseiten einer Domain. Die Zahlen für gesamte Domain ergeben sich dabei aus der Summe der einzelnen Ausprägungen der Kennzahlen aller Unterseiten inklusive der Startseite. In den folgenden Erklärungen wird zur Vereinfachung jeweils der Term „Webseite“ benutzt.

Linkpopularität

Unter dem Begriff Linkpopularität versteht man die Anzahl sämtlicher Backlinks, die auf eine Webseite verweisen. Frei nach dem Motto: „Viele Links bedeuten eine hohe Reputation“ gilt hier: „Je größer diese Zahl ist, desto besser ist das für das Ranking einer Webseite“.

Allerdings gilt diese Kennzahl als nicht besonders aussagekräftig, da eine sogenannte seitenweite Verlinkung heutzutage nichts Ungewöhnliches mehr darstellt. Ein konkretes Beispiel dafür sind die sogenannten Blogrolles. Dabei verlinkt ein Blogger zum Beispiel einen befreundeten oder themenrelevanten anderen Blog von der Navigation seines eigenen Blogs aus. Dadurch wird dieser Link auf jeder Unterseite seines Blogs angezeigt. Jeder dieser Links fließt in die Linkpopularität mit ein. Der Ursprungsgedanke, ein Link sei eine spezielle Empfehlung für weitergehende Informationen verliert somit an Bedeutung, denn offensichtlich ist der in der Blogroll gesetzte Link nicht spezifisch auf den Inhalt einer Unterseite zugeschnitten.

Domainpopularität

Die Domainpopularität ist eine Kennzahl, die die Anzahl der auf eine Webseite verlinkenden Domains angibt. Dabei spielt es keine Rolle, wie oft diese Webseite von den Seiten einer Domain verlinkt wurde. Damit entschärft man die Problematik der Verlinkung auf jeder Unterseite maßgeblich. Auch für die Domainpopularität gilt: Je größer diese Kennzahl desto positiver ist der Einfluss auf das Ranking.

IP-Popularität

Eine verschärftere Form der Domainpopularität stellt die IP-Popularität dar. Bei dieser Kennzahl werden sämtliche IP-Adressen gezählt, von denen aus Links auf eine Webseite gesetzt werden. Diese Zahl entstand aufgrund der Tatsache, dass die meisten Webhoster einen gewissen, begrenzten IP-Bereich zur Verfügung haben und diesen für verschiedene Domains zur Verfügung stellen. Dabei ist es möglich, dass unterschiedliche Domains auf der gleichen IP-Adresse gehostet sind.

Um die Domainpopularität einer Webseite zu erhöhen könnte man nun auf den Gedanken kommen, bei einem Hoster schlichtweg eine ganze Reihe von unterschiedlichen Domains zu registrieren und von diesen auf die Zielwebseite zu verlinken. Dadurch würde offensichtlich eine Manipulation der Suchmaschinenalgorithmen stattfinden, denn der gesetzte Link hätte primär das Ziel, das Ranking der Zielwebseite zu verbessern und besäße damit eigentlich keinen Wert im Sinne einer Reputationserhöhung.

Die IP-Popularität gibt es in diversen Ausprägungen. Die oben vorgestellte Variante ist dabei die am wenigsten restriktive, da sie lediglich voraussetzt, dass sich die IP Adressen in irgendeinem Bit unterscheiden. In anderen Varianten wird zum Beispiel ein komplettes Klasse C Netzwerk (also die ersten drei Oktette einer IPv4-Adresse) als Berechnungsgrundlage gewählt. In jeder Variante gilt jedoch auch hier der Grundsatz, dass eine hohe IP-Popularität einen positiven Einfluss auf das Ranking hat.

Fazit

Die quantitativen Faktoren der OffPage Optimierung geben einen groben Überblick über den Verlinkungsgrad beziehungsweise die Popularität einer Webseite im Internet. Das Problem bei diesen Kennzahlen ist die Gefahr der Manipulation. Zwar werden durch restriktivere Betrachtungsweisen die Manipulationsversuche erschwert, aber noch längst nicht unwirksam gemacht. Es gibt zum Beispiel bereits spezielle Hosting Angebote, bei denen hunderte von Domains auf unterschiedlichen IPs gehostet werden.

Ein weiteres Problem dieser Kennzahlen besteht darin, dass sie zu ungerechtfertigten Benachteiligungen führen können. Das einfachste Beispiel dafür sind zwei unterschiedliche Domains, die über ein gemeinsames Thema berichten und sich häufig gegenseitig verlinken – zum Beispiel weil die jeweils andere Domain weiterführende Informationen zur Verfügung stellt. In diesem Falle wäre die IP- oder Domainpopularität zu restriktiv, da es angebracht wäre, jeden einzelnen Link zu werten, auch wenn er von der gleichen Domain stammt.

Aufgrund dieser Probleme kann man davon ausgehen, dass diese Kennzahlen eine erste Einschätzung bezüglich der OffPage Optimierung einer Webseite liefern, aber noch lange nicht das Maß aller Dinge sind.

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